MAAG - das sind unsere Wurzeln

1959-1970

Ferdinand Maag gründet sein Unternehmen als Zaunindustrie in seinem Geburtsort Delf im sauerländischen Finnentrop. In langen Jahren hat er zuvor intensive Erfahrungen in der Waldarbeit gesammelt und sich bereits der Faszination des natürlichen Rohstoffes Holz fest verschrieben. Der erste Mitarbeiter wird eingestellt und ist neben der Produktion auch für die Montage der Zaunanlagen bei den Kunden zuständig. Daneben werden Bohnenstangen und Rundhölzer veräußert. Der erste LKW wird angeschafft, es folgt ein Gabelstapler. Hochmotiviert gelingt es dem damals 21 jährigen schnell seine Produktion auszuweiten und das Arbeitsumfeld zu optimieren. Ständig investiert er in neue Verfahren und Fertigungsgebäude.

1971 bis 1980

In diesen Jahren gewinnt die Produktion von langen Telegraphen- und Mastenstangen immer mehr an Bedeutung. Dazu wird ein leistungsfähiger Mastenschäler eingesetzt. Ein Imprägniertank mit Auffangbecken wird in Betrieb genommen, um erstmals die Hölzer dauerhaft gegen die Witterungseinflüsse zu schützen. Die Erweiterung um diese Veredelungsstufe erfordert den weiteren Ausbau der Energieversorgung. Es entstehen die ersten Lagerhallen. Gegen Ende der 70er Jahre wird die erste Kesseldruckanlage zugeschaltet. Im Zuge seines Wohnhaus-Neubaus errichtet der Unternehmer Ferdinand Maag angrenzend in eigenständiges Bürogebäude. In den ersten Jahren werden hier ein Angestellter und eine Auszubildende beschäftigt. 

1981 bis 1990

Im großen Neubau einer Fertigungshalle werden dieMaschinen zur Rundholz und Pfahlproduktion, sowie die Zaunlattenanlage untergebracht. Zum effektiveren Einsatz des Rundholzmaterials wird eine Schwachholzsortieranlage angeschafft. Der Imprägnierbereich wird fortwährend ausgebaut und schließlich wird die erste Wechseldruckanlage in Betrieb genommen. Für die Produktionserweiterungen in den Bereichen Sitzgruppen und Blumenkästen, aber auch für die Zaunanfertigung wird ein Schreinereigebäude erbaut. Es werden weitere LKW`s angeschafft, die eine Kranvorrichtung zur Aufnahme von Rundholzabschnitten erhalten.

1991 bis 2000

Zu Beginn der 90er Jahre wird die Produktpalette um die Herstellung von Vorratskantholz erweitert. Dazu wird eine umfassende Produktionshalle errichtet. ImErdgeschoss dieses Gebäudes werden neue, großzügige Sozialräume und eine Schärferei untergebracht. Ihren Standort auf der Fertigungsebene finden ein Parallelspaner und eineSchnittholzkappstation. Das Lager für Fertigprodukte wird nun komplett überdacht und es entstehen rund 20.000 m² überdachte Lagerflächen. Der komplette Bereich der vorhandenen Kesseldruckanlagen wird großzügig zum Imprägnierbahnhof umfunktioniert und in voller Dimension überdacht. Damit wird in besonderem Maße den wachsenden Umweltschutzanforderungen entsprochen. Fortschreitend halten viele technische Großgeräte Ihren Einzug - Trecker, Bagger und Radlader finden Ihren Einsatz im Geschehen. Erweiterungen von Bürogebäude und Schlosserei schließen sich an. Ende der 90er Jahre wird dieFerdinand Maag GmbH & Co. KG am Standort gegründet, Geschäftsführer ist Herr Ferdinand Maag.

2001 bis 2009

Zunehmend erhält der Bereich der Restholzentsorgung mehr Bedeutung. Durch den Einsatz technischer Neuerungen sind wir in der Lage große Mengen anFrässpänen, Sägemehl und Hackschnitzel für die thermische Nutzung und die stoffliche Weiterverarbeitung zu liefern. Der Bereich Vorratskantholz wird durch die Inbetriebnahme einer Trockenkammer um eine Fertigungsstufe erweitert. Zeitgleich werden hier bis 120 cbm Verpackungshölzer technisch getrocknet oder nach IPPC-Standart behandelt.

Kurz nachdem er die grundlegende Regelung seiner Unternehmensnachfolge trifft, verstirbt Ferdinand Maag überraschend am 02.10.2006. Seine Rechtsnachfolge tritt die Tochter Petra Schulte-Maag an und führt das Lebenswerk des Vaters fortan gemeinsam mit Ihrem Ehemann Michael Schulte  fort. Der Holzeingang wird auf die wachsende Menge an Rohmaterial ausgebaut und optimiert. Die Spanerlinie wird umgebaut und erweitert, eine Nachschnittsäge und eine Abstapelanlage werden ergänzt. Im Fräsbetrieb wird eine Palisaden- und Staketenanlage zugeschaltet und das PEFC Zertifizierungssystem wird eingeführt. Im August 2009 wird das 50-jährige Firmenjubiläum mit zahlreichen Kunden, Lieferanten, Betriebsangehörigen, Ehrengästen und Vertretern der örtlichen Vereine an zwei Tagen auf dem Firmengelände gefeiert.

2010 bis heute

Nach 2010 werden die Schärferei und die Schlosserei optimiert. Durch die Anschaffung eines Schärfautomaten und weiteren Maschinen, werden die Schärfarbeiten nun umfassend und autark im eigenen Haus ausgeführt. Die Schlosserei erhält ein umfangreiches Lager und verschiedene Bearbeitungsmaschinen, um unabhängiger und flexibler zu arbeiten. Das alte Wohngebäude neben dem Büro weicht zu Gunsten eines großzügigen Parkplatzes für die Mitarbeiter. Diese Fläche wird späterhin beim Vergrößern des Verladebereiches durch Teerarbeiten mitbefestigt. Der Sortierstraße wird eine Rindenentsorgung vorgebaut und durch das Umstellen auf Betonboxen wächst die Effizienz im Holzeingang. Zudem wird die elektronische Vermessung neu eingerichtet. Ein Holzhacker und eine neue Zaunlattenanlage gehen in Betrieb. Der Büroanbau wird umfangreich umgebaut. Die Datenverarbeitung wird komplett erneuert und ein ausgelagerter Serverraum eingerichtet. Alle Bereiche erhalten neue, effektivere Software-Programme.

Im Juni 2015 beginnt das Projekt ÖKOPROFIT, ein österreichisches Verfahren zur Erarbeitung eines Umwelt-Management-Systems. Gemeinsam mit zwölf Betrieben aus der Region verpflichten wir uns vertraglich zu diesem einjährigen Programm. Die Auseinandersetzung mit den Prozessen in unserem eigenen Unternehmen zur Erarbeitung eines Umweltprogrammes wird dabei durch Workshops, individuelle Beratungen und Betriebsbegehungen intensiv begleitet. Nach erfolgreicher Teilnahme sollen die Betriebe dann im Juni 2016 öffentlichkeitswirksam ausgezeichnet werden.